logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Dienstag, 07.02.2006

Dia-Show

ich habe für alle, die dsl haben eine slideshow in einer *.exe  
verpackt. Die Datei ist 167 MB gross und ihr koennt sie euch aus dem freigegebenen Ordner downloaden. Die slideshow laeuft  automatisch  und geht alle 3 sekunden weiter. Ihr koennt aber auch mit Rechtsklick vorschalten und mit linksklick wieder zurueck. Bei  den Bildern ist viel Muell dabei, aber ich werde auch in den   naechsten Tagen eine Datei der Highlights erstellen und mit  Kommentaren versehen, fuer diejenigen die eben noch kein DSL haben.  
daneben im ordner sind auch nochmal einzelne dateien drin, die ihr  euch natuerlich auch anschauen koennt

http://service.gmx.net/mc/SrCmblrHVKaGc4p7aVQ4enaK24tBaZ

Samstag, 04.02.2006

Letzter und unglaublich schoenster Tag

Natuerlich hat auch dieser letzte Tag wieder was mit Radfahren zu tun. Ich hatte mir heute vorgenommen,nochmal einen richtig langen Ausflug zu machen, was mir auch,um es vorwegzunehmen gelungen ist.

Ich bin heute morgen um viertel vor neun bei leichter Bewoelkung und Sonnenschein Richtung Strand gefahren, um von dort wieder Richtung Malibu aufzubrechen. Doch was seh ich am Strand. Nichts, ausser eine treube Suppe aus Nebel. Ich habe mich davon nicht baschrecken lassen und bin erstmal durch den Nebel 25kmlang gefahren und bin dann die Latigo Canyon Road abgebogen. Schnell wurde hier klar, dass der Nebel aussergewoehnlich tief hing, denn bereits auf 80m hatte ich klare Sicht und einen Strahlendblauen Himmel. Die Temperatur stieg je hoerher ich kam und auf 680m hatte ich angenehme 25 Grad. Unten waren es gerade mal 14 Grad gewesen. So eine verueckte Wetterlage hatte ich hier noch nicht erlebt. Durch das aussergewoehnliche Wetter hatte man aber in den Bergen eine unglabliche Aussicht. Da, wo man den normalerweise den Pazifik sieht, war bis zum Horizont nur eine weisse Wolkendecke zu sehen.Ich habe mich wie im Himmel gefuehlt ("ueber den Wolken..."). Von hier aus bin ich dann einfach mal den kompletten Mullholland Highway abgefahren und konnte hier nochmaleine komplett andere Landschaft bewundern. Leider habe ich von diesem Tag keine Fotos gemacht, da ich am Morgen beschlossen hatte, die Kamera im Hostel zu lassen. Im Nachhinein war das natuerlich ein Fehler. Aber keine Sorge, ich werde in den naecshten Tagen ueber 200 Fotos hier einstellen. An denen koennt ihr Euch dann auch sattsehen.

Auf alle Faelle ging der Tag mit der Tollsten Aussicht weiter und auch die Abfahrt zurueck in den Nebel hat unglaublich viel Spass gemacht und war einfach nur sagenhaft. Nur die Temperaturunterschiede sind gewaltig gewesen. Oben, wie gesagt 25 Grad, unten dann nur noch 13 Grad (zitter). Auf alle Faelle waren am Ende des Tages 180km gefahren und ich kann morgen gluecklich und zufrieden nach Hause fliegen.

Ich koennte euch endlos die unglaublichen Eindruecke schildern, allein nur die Worte fehlen. Auf alle Faelle lohnt es sich in Kalifornien  Radzufahren. Ausserhalb der grossen Staedte hat man die Strassen nur fuer sich und die Landschaft ist unglaublich abwechslungsreich und sieht jeden Tag auch anders aus. Hier muss man mal gefahren sein. Aber ich freue mich auch wieder auf die gemeinsamen Touren am Deich.

Mittwoch, 01.02.2006

Delfine und die uendlichen Tiefen der Kueste

Jaaaa, ich habe welche gesehen. Als ich am,ich glaube Sonntag war es, hier meine uebliche Trainingsrunde auf den Palos Verdes Drive fuhr, habe ich mich einfach bei Redondo Beach auf eine Bank gesetzt und die Aussicht aufs Meer genossen. Und da tauchten ploetzlich Delfine auf, kaum zu unterscheiden von den vielen surfern, aber tatsaechlich es waren welche. Es waren ungefaehr 15, die ihre Spielchen in den Wellen machten. Das hat mir wahrlich den Tag gerettet.

Trotz der Euphorie,dass ich mit Singlespeed weiterfahren konnte, hat es mich in den letzten Tagen dann immer mehr frustriert. Auf der einen Seite ist es schon ganz witzig alle Amerikaner am Berg zu ueberholen, aber ab 6% aufwaerts, wuerde ich doch gerne mal aufs kleine Blatt schalten. Ein Tag zuvor, habe ich sogar das Wagnis auf mich genommen in die Malibu Mountains zu fahren, was zunaechst auch ganz gut ging, da es meist nur 3-6% bergauf geht. Auch hier habe ich einige Radfahrer spielend ueberholt, die  sich mit 12 km/h hochgequaeult haben. Doch jeder Anstieg hat auch kleine Rampen von 8-10% drin und die haben mich  frustriert, da ich dann selbst mit 53/16 nur noch 12-13 km/h gefahren bin, was eine sehr niedrige Trittfrequenz bedeutet. Mit dem kleinen Blatt waere ich wesentlich schneller gewesen.

Gestern dachte ich noch ich waere restlos uebertrainiert, weil meine Motivation so schlecht war und es auesserst muehsam war irgendwie 100km zusammenzubekommen. Aber dann habe ich mich dran erinnert, wie gut es mir hier geht bei solchen Bedingungen fahren zu koennen. Also ging es  heute auf eine neue Tour und es hat gewirkt.

Heute frueh um 9 Uhr bin ich einfach den Pacific Coast Highway Richtung Norden hochgefahren. Durch den doch kraeftigen Gegenwind war es zwar sehr muehsam, aber es hat sich landschaftlich richtig gelohntund mit 28km/h im Schnitt auch nicht zu langsam. Hier konnte ich wieder richtig Fotos knipsen, da nach 30km auch kaum Vekehr mehr war. Eigentlich wollte ich ja um die 80-90 km nach Norden fahren, aber da nach 70km dann der Freeway begann, bin ich umgedreht und wurde dann mit staendig ueber 40Km/h belohnt, was richtig spass gemacht hat. Selbst wenn es dann nur mit 3% bergab geht,kommt man sehr leicht auf 60Km/h. Und die 3% bergauf schafft man dann mit knapp30 Km/h. Ende vom Lied ist, dass ich wieder hochmotiviert in die letzten Tage gehe und ich es auch nochmal wage hier die Berge auf mich zu nehmen. Uebertraining ist halt doch auch Kopfsache. Ich habe wieder meinen Spass gefunden.

Freitag, 27.01.2006

Von San Diego ins Pauma Valley

Da ich mein Unglueck von gestern verdaut habe,kann ich euch meine Eindruecke von davor schildern, als noch alles in bester Ordnung war.

Also, ich bin  am Mittwoch gegen 6Uhr aufgestanden, weil ich moeglichst weit kommen wollte ohne mich aber zu sehr beeilen zu muessen. Somit bin ich zum Sonnenaufgang um 6:30 Uhr mit lang/lang bei 9 Grad losgefahren. Ich habe den gleichen Weg, wie am Sonntag,als mir die Kette gerissen war, eingeschlagen. Auch jetzt habe ich mich schnell in den Anblick der beginnenden Wueste verliebt. Sie ist hier einfach sehr vielseitig. Rechts von mir sind gruene Huegel und auf der anderen Seite, sieht man die Typischen roetlichen Felsen. Es ging fleissig bergauf, sodass ich bei Kilometer 70 auf 800 Meter war. Allerdings kam dann der Ort Ramona, der natuerlich nur auf 650 Metern lag.

Ramona ist ein kleiner schnuckeliger Ort, der neben dem Reiten scheinbar ein Radfahrerparadies ist, denn mir kamen an dieser Stelle 20 Mann entgegen. Das hat mich natuerlich weiter angespornt. Hier habe ich auch die erste "Fussgaenger"-Ampel fuer Reiter gesehen. Der eine Knopf war naemlich ganz schoen weit oben angebracht.

Nun wurde es immer einsamer. Der Vekehr auf dem Highway wurde merklich weniger und der Highway auch immer schmaler, aber es ging weiterhin mit 2-3 Prozent bergauf.

Der naechste erwaehenenswerte Ort ist Julian, der anscheinend fuer seine Pie Company beruehmt ist. Der ort ist fuer diese Gegend ausgesprochen gross. Er besteht aus drei groesseren Haeusern: Dem Postamt, einem "Diner" und der Julian Pie Company. Ach so hier waren  bereits 950 Meter erreicht (zur Erinnerung ich  bei 0 Metern gestartet). Im nachhinein hate ich hier wohl eine kleine Pause machen sollen, um ein Stueck Applepie zu essen, aber ich bin einfach dran vorbeigefahren.

Hier bin ich nun in Richtung Lake Henshaw abgebogen.Mittlerweile war es 11 Uhr und es waren nur 12 Grad. Somit habe ich meine Ueberlegungen in der Anza-Borrego Desert zu uebernachten begraben. Bei wahrscheinlich 3 Grad, waere es mir zu kalt gewesen. Bevor es nun zum Lake Henshaw bergab ging, habe ich die 1100m genackt und konnte dann die 200 Hm bergab zum See bei 50km/h geniessen. Der Anblick war dort, dann einfach traumhaft.

Hier habe ich mich entschieden, schnellstmoeglich zur Kueste zu fahren, weil es dort einfach waermer ist. Denn auch um 12 Uhr,war es noch nicht waermer. Jetzt waren es noch 40 meilen bis Oceanside. Es ging jetzt wieder leicht bergauf und die Landschaft wurde, der in Europe aehnlicher. Rings um mich waren, gruen bewachsene Berge. Ab und zu kamen Schilder, die auf bestimmt Indianer Reservate hinwiesen. Sogar eine Schule gibt es hier oben. Naja wenig spater passierte dann das, was ihr schon wisst und meine Reise war nach 130km beendet.

Egal wieviel Pech ich gehabt habe, die Reise hat sich auf alle Faelle gelohnt auch wenn ich dievon mir erdachte Route nicht gefahren bin. Dazu bin ich ,zugegeben, zu schlecht vorbereitet gewesen.Die Route kann man im Winter nur mit entsprechender Winterbekleidung fahren oder man muss ein Begleitfahrzeug haben. Bei Joshua Tree waere ich naemlich mit Sicherheit auf schnee gestossen auf 1400m hoehe.  Tja, ich bin jetzt auf alle Faelle um eine erfahrung reicher und weiss meine Fehler, die ich gemacht habe.

Die Route an sich ist wunderschoen, wie mir von anderen bestaetigt wurde, aber man sollte sie eher im Maerz fahren, da es dann um einiges waermer ist. Jetzt heisst es einfach WIntertraining rumd um Los Angeles.

I'm back on the road

Ich bin wieder zurueck und fuehle mich wie neugeboren. Ich habe meine Idee,die mir gestern im Zug eingefallen ist, umgesetzt. Ich habe die neue Kette gekuerzt und ich fahre jetzt Singlespeed. Ich war eben kurz fuer eineinhalb Stunden weg und hab es getestet. Macht wirklich Spass, entfaellt zumindest das "laestige Schalten". Somit ist aber jetzt auch Krafttraining am Berg angesagt, da ich mit 53/16 unterwegs bin. Ich werde dann morgen wieder eine grosse Runde fahren.

Donnerstag, 26.01.2006

Teuerste Reise meines Lebens ("fuckin shit")

Der heutige Tag geht als der Tag in meine Lebensgeschichte ein, wo ich meine Radkarriere beenden musste. Ich habe mein Rad oder mein Rad hat sich selbst zerstoert.Es passierte heute bei einer Abfahrt mit lediglich 60Km/h. Ich kann mich nicht daran erinnern,ob ich in dem Moment getreten habe oder ob es durch eine unebenheit ausgeloest wurde. Anscheinend hat es irgendwie meine Kette geschafft den Freilauf zu blockieren und hat bei voller Fahrt mein komplettes Schaltwerk mit abgerissen. Tja,da  musste ich wohl bitter dafuer bezahlen, dass ich es mit meiner zuvor gerissenen Kette zu sehr ausgereizt habe. Aber ich glaube nicht, dass es an der Kette lag, da sie bis zu diesem Zeitpunkt absolut geraeuschlos lief und habe ich habe sie auch hin und wieder  ueberprueft und sie lief ganz normal, absolut geraeuschlos. Auf alle Faelle werde ich das ganze ohne grosszuegigen Sponsor nicht reparieren koennen.(DAS ist ein Bettelaufruf,obwohles mir nicht gefaellt und ich selbst fuer die Scheisse verantwortlich bin)

Gott sei dank ist mir das ganze in 900metern hoehe passiert,so dass ich noch 5 meilen geraeuschlos mit 60 km/h den Berg herunterrollen konnte. Dann hatte ich sogar noch das Glueck, das der Bus eine halbe Stunde spaeter fuhr.Ich sollte anmerken,dassich mitten in der Wildnis in Pauma Valley war und die Busse dort nur alle 3-4 Stunden fahren. AUf alle Faelle habe ich es mitoeffentlichen Vekehrsmitteln (Bus und Amtrak)von dort bis hier nach LosAngeles geschafft, immerhin so um die 120 Meilen.Das beste war, es hat nur 21,50Dollar gekostet.

Tja nun bin ich absolut hilflos,obwohl ich noch auf die Idee gekommen bin,dass ich jetzt ohne Probleme ein Singlespeed-Rad habe.Ich muss nur die neue Kette dran machen.Das waere es doch: einkomplettes Rennen mit 53/16 fahren. Die anderen Gesichter wuerde ich dann gerne sehen. Wie ihr seht, ich habe noch Galgenhumor.

Nichts passiert grundlos und vielleicht soll dies meine haerteste Pruefung werden oder das Schicksal will mir sagen, dass ich sowieso ein neues Rad gebraucht haette.Oh Mann, waere ich doch bloss nie hierher geflogen.

Also ich starte jetz mal einen Spendenaufruf. Wer moechte einem in Kalifornien in aeusserster Not geratenem Radfahrer helfen. Er braucht taeglich eine Dosis Radfahren und braucht dafuer jetzt ein neues Rad. Ok,Schaltwerk wuerde auch reichen, aber das lohnt doch nicht wirklich. Obwohl ich habe gerade nachgeschaut, ein neues Schaltwerk kostet in der Veloce Ausfuehrung nur um die 60Euro. Da bin ich schon mal ein bisschen erleichtert, Trotzdem aergerlich.Aber falls der Elmshorner Martin  hier mal reinschaut, dann kann er sich jetzt schon mal auf einen neuen Kunden freuen.

Tut mir leid Freunde,ich wuerde euch gerne ueber das wunderschoene Land berichten, aber dafuer bin ich jetzt  (trotz Erleichterung)zu niedergeschlagen, aber ich habe ja jetzt eine Woche Zeit nur um hier den Blogg am Leben zu erhalten. Aber vielleicht werde ich die Kette opfern und die letzte Woche singlespeeden oder fuer 120 Dollar die Woche ein Rad mieten. Bis uebernaeschste Woche (ein bis dahin vollgefressener Dany, der seine Kalorien nicht beim Radfahren verbrennen konnte.Juchhu es leben die 80Kg).

Montag, 23.01.2006

Gefangen in der Hoelle von San Diego

Eigentlich wollte ich mich heute von Las Vegas aus melden, aber ob ich jemals dahin komme ist ehe die entscheidende Frage. Erzaehl ich mal was ich  in den letzten Tagen erlebt habe:

Am Donnerstag bin ich planmaessig , zwar erst um 8 Uhr, von Los Angeles losgefahren. Da der Wind vom Norden kam, kam ich auch sehr gut voran und es war ein Genuss mit einem 30er Schnitt zu fahren. Allerdings habe ich mich in San Clemente verfahren, da dort der Pacific Highway in einen Freeway muendet und nicht mit Fahrraedern befahren werden darf. Da ich auch vehement die Bike-Route-Schilder ignoriert habe,  bin ich um San Clemente eine Stunde lang umhergeirrt. Also habe ich mich erstmal ergeben und habe kuz vor dem Camp Pendeleton auf einem Campground mein Nachtlager aufgeschlagen. Da hatte ich 180 km hinter mir.

Nach einer doch recht frischen Nacht bei 5 Grad Aussentemperatur bin ich diesmal bereits um 7 Uhr losgefahren und habe erstaunlicherweise den richtigen Weg auf Anhieb gefunden. So war ich dann auch schon um 12 Uhr und 130 km in San diego und habe dann meine Unterkunft in Ocean Beach gesucht und gefunden. Es ist schon erstaunlich, dass ich ohne detaillerte Karte so wunderbar durch die Stadt gekommen bin.

Das OBI-Hostel (Ocean Beach International) ist tausendmal besser und sauberer, als das in Venice Beach. Am freitag, als ich ankam gabs sogar ein "free BBQ", wo ich natuerlich kraeftig zugeschlagen habe. Hier kostet die Nacht uebrigens 17 Dollar. Da es mir hie so wunderbar gefallen hat, habe ich sogar noch eine Nacht drangehaengt. Dann kam allerdings Sonntag, der Tag an dem alle Traeume zerplatzten.

Nachdem ich am Samstag auf einer 130 km Tour, den besten Weg gefunden habe, um aus San diego rauszukommen, bin ich bestens vorbereitet am Sonntag um kurz vor 7 Uhr bei bitteren 5 Grad losgefahren. Es ging auch bestens voran. Es war kaum Vekehr auf den Highways und genoss mehr und mehr die zunehmende Einsamkeit. Die Landschaft wurde immer wuestenaehnlicher und es ging zunehmend bergauf. Anstiege von 6-8 Prozent auf 4km Laenge waren nicht selten. Das,was mir ein bisschen Sorgen machte, war die Temperatur, denn um 8  30 Uhr waren es erst 6 Grad. Ab und zu ueberholte mich ein Auto auf dem zweispurigen Highway, aber ansonsten war ich alleine.

So gegen 9 Uhr ist mir dann eine 10Koepfige Fahrradtruppe entgegengekommen, was mir signalisierte, dass ich anscheinend den richtigen Weg genommen hat. um 9 Uhr 30 waren es bereits schon 12 Grad und dann passierte das, was nicht passieren sollte, zumindest nicht mitten in der Wueste ohne passendes Werkzeug.

An einem Anstieg machte es naemlich ploetzlich "krack" und die Kette war gerissen. Tja was macht man 4 Meilen vom naechsten Ort entfernt und man hat keine Kette mehr. Nachdem ich den ersten Schock ueberfunden habe, habe ich versucht die Kette zu reparieren. Gott sei dank war der Kettenniet noch da, und es ist mir glungen mit einer Nagelschere, einem Schraubenzieher und einem Inbusschluessel mich wieder fahrtuechtig zu machen.Dann habe ich mich entschieden die 60 Km und gewonnenen 600hm zurueckzufahren. Es ging erstaunlich gut und die Kette hielt. Um 11 Uhr waren es bereits 27 Grad in der Sonne. Im Schatten so um die 19 Grad. Tatsaechlich ich bin auch wieder hier im OBI angekommen und es gibt hier auch Laeden, die Campagnolo haben. Somit werde ich noch weiter radfahren koennen. Ob ich allerdings noch nach Las Vegas fahre, werde ich noch entscheiden muessen. Im Moment wuerde ich sagen, dass ich noch ein bisschen in San Diego bleibe und dann wieder in Richtung Los Angeles aufbrechen. Allerdings werd ich dann nicht an der Kueste lang fahren, sondern mir einen anderen Weg suchen.

Weiterlesen

Donnerstag, 19.01.2006

Es wird ernst!!!

Bevor ich morgen nun in Richtung San Diego aufbreche, melde ich mich noch einmal. Dann, wie gesagt, werde ich mich moeglicherweise bis Montag nicht melden koennen.

Heute bin ich einfach nur ganz lockere 100km auf dem Palos Verdes Drive (ich weiss beim letzten mal, hiess es noch Palo Verde, aber jetzt ist es richtig)gefahren, was fuer morgen ganz gut gewesen sein wird.Dank des Managers des Hostels,der uebrigens ein ausgewanderter Harburger ist, kann ich meine Fahhradtasche hier fuer zwei Wochen verstauen. Ansonsten haette ich auch nicht gewusst, was ich sonst mit der Tasche anfangen sollte.

In einer kleinen Unterhaltung auf Deutsch meinte der Manager, dass ich bei meiner "geplanten" Tour wohl auf Schnee stossen werde.Spaetestens vor Las Vegas muss damit rechnen. Naja, wir werden sehen. Soviel wird es auf 1200m wohl nicht geben, wenn im Tal 16 Grad sind.

Bislang habe ich ja nur ausschliesslich von meinen Radtouren gesprochen und weniger von der Stadt Los Angeles und meinem persoenlichen Eindruck von dieser. Zwar bin ich bislang fast nur Radgefahren, aber von dem drumherum, bekomme ich hier auch einiges mit.

Landschaftlich gesehen ist Los Angeles traumhaft und fantastisch. Man findet hier den Strand und das Meer,die Berge und unglaublich viele unterschiedliche Staedte. Man kann Los Angeles am besten als eine zusammenhaengende Flaeche vieler kleiner Staedte sehen, mit unterscheidlichen Stadzentren. Tagsueber kann man sich in jedem Stadtteil ohne Probleme aufhalten und man kann auch einiges zu Fuss erreichen, allerdings kommen da schnell 10-20km zusammen. Um jetzt z.B. von Venice nach Downtown zu kommen musste ich mit dem Bus eine Stunde fahren. Der Flughafen ist dafuer aber nur 15min weg. Wenn aber die Sonne untergeht (was hier so um 17:30Uhr ist), ist es z.B in Downtown teilweise wie leer gefegt und es kommen "dunkle" Gestalten hervorgekrochen und man fuehlt sich nicht besonders sicher. Auch dieLaeden haben schon ab 17 Uhr geschlossen .Somit sollte man nach Sonnenuntergang sich nur mit dem Auto oder den Oeffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen, um an belebtere Orte zukommen.

In Santa Monica z.B. haben die Geschaefte wesentlich laenger auf, und die "Fussgaengerzone" wird erst gegen abend voll. Hier ist tagsueber weniger los. 

Ich wuerde sagen, Los Angeles ist eine Stad der grossen Gegensaetze, was nicht nur bei den Ladenoeffnungszeiten zu merken ist, sondern auch an den unterschiedlichen Wohngegenden und sozialen Klassen. In Los Angeles wuerde ich nur mit entsprechendem Kleingeld wohnen wollen. Da man sich damit einige unanehmlickeiten ersparen kann.

Das wars dan fuer heute, da ich jetzt dringend ins Bett muss, damitich morgen topfit die 200km durchhalte.

Weiterlesen

Mittwoch, 18.01.2006

Hollywood, Beverly Hills, Mulholland Drive

Das waren heute meine drei Stationen. Eigentlich wollte ich nur eine lockere Sightseeing Tour mit dem Rad machen... halt,das stimmt so gar nicht.. Zunaechst bin ich erstmal einfach los gefahren, um dann vielleicht bis zu den San Gabriel Mountains zu gelangen. Somit fuhr ich erstmal den Venice Blvd Richtung Westen. Auf dem Weg allerdings, habe ich aus dem Augenwinkel, die magischen Buchstaben "Hollywood" gesehen. Also ging es dann einfach, die naechste links und dann auch nur immer wieder geradeaus. Und tatsaechlich irgendwann, kreuzte dann der beruehmt beruechtigte Hollywood Blvd. Allerdings versprueht er laengst nicht den Glanz, wie man es sich vorgestellt hat. Es ist da genauso wie mit der Reeperbahn. Vom Ruf her ist sie auch beruechtigter als sie tatsaechlich ist. Somit habe ich mich dort auch nicht laenger aufgehalten und habe nun versucht den Weg zu den Buchstaben zu finden.

Allerdings entdeckte ich nur die Wohngebiete von Bel Air und kam dann auf den Mulholland Drive. Um allerdings auf diesen zu treffen, musste ich erstmal 300 hm hinter mir lassen. Allerdings wurde ich dann mit der Tour durch die Wohngegend von Beverly Hills belohnt. Selbst da oben, gibt es eine Kirche und Schule fuer die reichen Kinder. Zudem hat man teilweise eine fantastische Aussicht auf Coldwater und die dahinter liegenden Berge gehabt.

Aber auch der Mulholland Drive hat es in sich, weil es hier staendig bergauf und wieder bergab geht. Hier kann man gut Intervalle fahren, da sich bergrauf und bergrunter in regelmaessigen Abstaenden wiederholen. Die meisten Antiege liegen bei 6-8%.  An einer Stelle, bin ich aber falsch in ein Wohngebiet abgebogen, mit der ich mit 19% bergab belohnt wurde, aber anschliessend wieder 2km mit 20% hoch musste. Einmal nicht aufgepasst und schon wird man bestraft.

Naja auch diesen Tag habe ich ueberlebt. Am Ende standen aber auch 130km auf dem Tacho.

Heute abend war dann nochmal einkaufen,und habe Powerbars fuer 99 cent gefunden. Wobei nur "PeanutButter" und "Choclate" so guenstig waren, die andern kosteten 1,29. Wenn ich jemandem was mitbringen soll, einfach bescheid geben. 

Kommentar zu den Kommentaren

 Es freut mich, dass ja doch ein paar meinen blog lesen. An dieser Stelle moechte ich auch erwaehnen, dass sich auf alle Faelle der Blick auf http://abaelard.blogspot.com lohnt. Australien ist naemlich auch sehr schoen.

Zunaechst zu den Radfahrern: Auch die Amerikaner sind vom Lance-Fieber (bei uns ist es das Ullrich-Fieber) angesteck worden. Lauter Rennradfahrer und ertaunlich viele Rennradfahrerinnen. Die 15 koepfige Truppe vom Sonntag ist recht zuegig unterwegs, aber es gibt auch hier Leute, die am Berg nicht besonders stark sind, aber es gab auch zwei, die wirklich gut am Berg waren. Alle haben sie entweder einen Colnago oder Mercxx-Rahmeoder eine andere europaeische Marke. Meistens mit Dura-Ace oder Ultegra. Mit Campa habe ich erst heute einen gesehen. Treks sieht man nicht so viele.

Fotos wuerde ich sehr gerne reinstellen, nicht nur von den Zimmern, allerdings sieht es mit Internetcafes mit Upload sehr mager aus. Es gibt hier nur ueberall kostenlose WLAN-Zugaenge. Allerdings habe ich keinen eigenen Computer. Nach den drei Wochen werde ich aber alle gemachten Fotos hier reinstellen. So lange muesst ihr also noch warten.

Am Donnerstag begebe ich mich dann auf den Weg in Richtung Joshua Tree Park, um dann nach Las Vegas zu kommen. Es kann dann somit sein, dass ich mich erst wieder am Montag in Vegas melde.

Weiterlesen